…nach zwei Wochen

Die Tage vergehen wie im Flug. Und ich hab in dieser einen Woche wieder so viel erlebt, dass es den Rahmen sprengen würde, von allem zu berichten. Also hier eine kleine Auswahl:

Ich lerne hier nicht nur viel über ein mir bisher unbekanntes Gebiet – den Süßwein. Ab und zu wird zum Mittag zusammen gekocht und gegessen. Dazu gibt es dann von Erich ausgesuchte Weine, wo jeder erstmal einen Tipp zu Rebsorte und Jahrgang abgeben kann. Erst danach wird aufgedeckt, was es für ein Wein ist. So habe ich auch die Chance, mein Weinweltwissen über die Grenzen Österreichs hinaus zu erweitern. Letztens gab es zum Beispiel drei verschiedene Weine aus Kalifornien, wo mich besonders der Hyde Vineyards Chardonnay beeindruckt hat.

californischer wein

Dann hatte ich an einem Tag die Ehre, diesen unglaublich krassen Wein zu probieren:

Taita

Wer die Chance dazu hat, sollte das unbedingt nutzen!

In der Vinothek hatte ich gestern vorerst meinen letzten Tag. Mit jedem Tag habe ich mehr Spaß daran, mich mit den Menschen zu unterhalten und ihnen eine schöne Verkostung zu bieten. Gestern beispielsweise hatte ich ein Pärchen zu Besuch – er Österreicher, sie Deutsche – die seit einigen Jahren in Dublin wohnen. Nach einigen verkosteten Weinen und ein wenig Smalltalk über mein Studium bot der Mann mir an, mal nach Dublin zu kommen. Er hätte dort einige Kontakte zu den umliegenden Destillerien und könnte mich dort herumführen. Ääääähhhh – JAAAAA!

Auch ein schweizer Winzer aus der Nähe von Zürich hat mich auch auf einen Besuch zu sich eingeladen, nachdem ich ihm gestehen musste, keine schweizer Weine zu kennen.

Ich habe bis jetzt also mit zwei oder drei Ausnahmen immer nur sehr sehr nette und freundliche Menschen dort gehabt. Somit hat sich meine Befürchtung des hochnäsigen, arroganten Weinpublikums zum Glück nicht bestätigt.

Da vormittags immer wenig los war (ja, es sind immer noch 40 Grad!) durfte ich schon ein paar Mal im Lager mithelfen. Neben dem Etikettieren von Flaschen lernte ich von David, Attila und Helga schon meine erste Brocken ungarisch und kann jetzt schon „Hallo, wie geht´s dir?“ und „Bier“ sagen. Wenn das mal nichts ist.

Beindruckend finde ich ja auch, dass alle Weine erst kurz vor der Lieferung etikettiert werden. Auf meine Nachfrage nach dem Nutzen dessen wurde mir erzählt, dass die Weine ja in die ganze Welt verschickt werden und jedes Land andere Vorschriften und Normen hat, was den Inhalt auf dem Etikett angeht. Da bei der Füllung nicht abzusehen ist, wie viele Flaschen in jedes Land verschickt  werden, müssen so also für jede Lieferung die Etiketten auf dem Band gewechselt werden. In aufwendiger Handarbeit werden die Flaschen vorher poliert und nach dem Etikettieren nochmals kontrolliert, ob das Etikett an der richtigen Stelle sitzt. Schlussendlich werden die von Hand verpackt, damit auch jede einzelne Flasche mit dem Frontetikett nach oben im Karton liegt.

Vorgestern bekam ich die Aufgabe, gefüllte Magnum Flaschen verkaufsbereit zu machen. Das hatte ich mir leichter vorgestellt, als es am Ende wirklich war. Der Clou an der Sache war nämlich, dass die Weine als Verdichtung für den Korken einen Wachsverschluss bekamen. Jede Magnum Flasche musste also in Wachs getaucht werden. Am Ende sollte das auch noch ästhetisch aussehen. Wenn also irgendwo versehentlich Wachs runtergelaufen ist, musste ich den Wachs wieder entfernen und mich an dem Kunstwerk noch einmal versuchen. Das beschäftigte mich eine Weile und das darauffolgende Etikettieren per Hand und Verpacken war eine weniger undankbare, aber auch anspruchslosere, Aufgabe.

Wachs 1

 

Wachs 2

 

Wachs 3

Wachs 4

Die Stimmung im Lager ist unglaublich angenehm. Ich freu mich schon auf die kommenden Tage und bin gespannt, was ich Neues dazu lernen kann und in wie weit ich meine Ungarischkenntnisse ausbauen kann. 😉

Meinen freien Sonntag habe ich dann mal genutzt, um mir die drei verschiedenen Kite-Surf Schulen anzugucken. Schließlich habe ich mir dann nach Sympathie eine herausgesucht. Gleich am kommenden Sonntag habe ich meine erste Trainingsstunde.

Das wird ein Spaß!

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