…nach einer Woche

Nun bin ich genau eine Woche bei Kracher und es fühlt sich an wie mindestens drei. Jeden Tag gibt es unzählig neue Eindrücke und unendliche viele Sachen dazu zu lernen.
Der Montag startete mit einer 3-stündigen Verkostung mit Erich, der bei Kracher hauptsächlich für den Handel internationaler Topweine verantwortlich ist, aber wie – meinem Gefühl nach jeder hier – unzählige andere Aufgaben nebenbei auch noch erledigt. Neben mir sind noch zwei weitere Praktikantinnen im Weingut. Iris und Katharina studieren beide Marketing an einer Uni in der Nähe von Wien. Auch sie nutzen ihre Semesterferien, um ein bisschen was dazu zu lernen.
Da saß ich nun also an einem Montag morgen um 9 in der Vinothek zusammen mit Katharina und Iris, um mit Erich zusammen jeden einzelnen Wein in der Vinothek durch zu kosten. Somit konnten wir einerseits die Weine etwas besser kennenlernen und andererseits überprüfen, ob die Weine noch trinkfähig sind, oder schon zu viel Sauerstoff abbekommen haben. So haben wir uns durch 10 Weiß- und Roséweine durchgearbeitet, gefolgt von 10 Rotweinen und zu guterletzt auch 20 Süßweinen. Geballtes Fachwissen von Erich prallte in meinem Kopf zusammen mit der Einordnung von Geschmack und Geruch, sodass ich nach 3 Stunden ziemlich erledigt im Kopf war. Aber wahrscheinlich hundertmal mehr gelernt, als ich mir allein mit Weinbeschreibungen und selbstständiger Verkostung aneignen könnte.

Weißweine

Rotweine

Süßweine

Die folgenden Tage verliefen relativ ruhig, da auch uns die Hitzewelle erreicht hat und die Menschen wahrscheinlich lieber in einen kühlen See oder Pool hüpfen, als bei gefühlten Wüstentemperaturen Weine zu verkosten. Ich bekam die Aufgabe, unsere Weine in ein Winterportal einzupflegen und bestehende Weine auf Angaben wie Jahrgang, Beschreibung, Preis und etlichen weiteren Kriterien zu überprüfen. Damit bin ich gut beschäftigt, lerne gleichzeitig die Weine besser kennen und bekomme einen Überblick über die verschiedenen Verzeichnisse und Programme bei Kracher. Also drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Perfekt!

Am Mittwoch Vormittag bin ich in den nächst größerenkite Ort zum einkaufen gefahren. Ich nutzte auf dem Weg gleich auch die Möglichkeit um mir das erste Mal den Neusiedler See anzuschauen und mich bei einer von drei Kite-Surf-Schulen über die Kurse zu informieren. Vom Ufer aus konnte ich allein 10 Kite-Surfer beobachten und war doch ein bisschen neidisch, dass ich nicht gerade an einem Drachen angeleint über den See schippern konnte.

Aber dazu komme ich ja auch hoffentlich bald!

Ein weiteres Highlight war mein gestriger Kinobesuch. Als ich vor einigen Tagen der guten Traude, der Inhaberin des Kinos, einen Stapel Kracher-Servietten vorbei brachte fragte sie, welchen Film ich mir denn gleich angucken wollte. Ich lehnte dankend ab, da ich noch andere Pläne für den Abend hatte, versprach ihr aber, in den kommenden Tagen auf einen Film vorbei zu kommen. So war es dann auch. Ausgesucht hatte ich mir „Margos Spuren“, den ich wahrscheinlich super gefunden hätte, wenn ich 15 Jahre jünger wäre. Aber allein die Atmosphäre, die Herzlichkeit (Traude hatte mich mit einer Packung Nüsse und einem frisch gezapften Bier ausgestattet) und der Fakt, im Kino rauchen zu können – sorry meine lieben M&P – haben den Kinobesuch zu einem sehr besonderen Abend gemacht.

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