Der Start im Burgenland


Eigentlich sollte ich als gute Getränketechnologie-Studentin mich auch mal anderen Getränken als dem Wein widmen. Aber irgendein unsichtbares Band zieht mich im letzten Moment dann doch immer in die Weinrichtung. Mein ursprünglicher Plan – Whisky in Irland oder Schottland herzustellen – zerplatzte aufgrund von zu späten Vorbereitungen. Plan B, mehr über das Bierbrauen zu lernen, scheiterte an dem Fakt, dass kleinere Bierbrauereien nicht bereit sind ihre Praktikanten zu vergüten. Nach zwei missglückten Anläufen ging es also wieder zurück zum Plan Wein. Und innerlich freute ich mich ein bisschen!

Mit dem Blick auf die Weltkarte, dem Wunsch nicht zu hohe Reisekosten zu haben und eingrenzenden sprachlichen Fähigkeiten, fielen mir Österreich und Südtirol ins Auge. Nach Empfehlungen von Kommilitonen, darauffolgenden Bewerbungen und Skype-Interviews stand ziemlich schnell fest was ich diesen Sommer machen werde:

Ein Praktikum beim Weinlaubenhof Kracher im Burgenland in Österreich.

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Das Weingut Kracher ist weltweit bekannt für seine Süßweine. Jährlich bringt Gerhard Kracher, der das Weingut in dritter Generation führt, eine Kollektion von Trockenbeerenauslesen von höchster Qualität heraus. Aus den Rebsorten Chardonnay, Scheurebe, Welschriesling, Muskat-Ottonel, Traminer und Zweigelt werden in zwei verschiedeneIMG_3422n Ausbaustilistiken Weine hervorgebracht.

Neben den Süßweinen werden hier auch Rot- und Weißweine hergestellt, die, soweit ich das mit meinem Laienwissen beurteilen kann, den Süßweinen in punkto Qualität in nichts nachstehen.

Die ersten 2 Wochen in meinem Praktikum soll ich die Vinothek managen. Es gab also eine kleine Einführung von Andrea, die sonst die Vinothek leitet. Ich versuchte möglichst viel aufzusaugen über Jahrgang, Rebsorte, Ausbauart, Restzucker, Säure und Geschichten zu den Weinen. Bei der Masse und Vielfalt des Repertoires wurde mir ein wenig mulmig bei dem Gedanken, für die kommenden Wochen ganz allein den Kunden die Weine präsentieren zu dürfen.

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An dem kommenden Tag war Andrea als Unterstützung mit im Haus, hatte aber noch viele andere Sachen zu erledigen, um verdient in den Urlaub zu gehen. Meine ersten Gäste war eine Gruppe tschechischer Leute, die sehr angenehm waren und es mir nicht verübelten, wenn ich nicht auf Anhieb wusste, woraus das Cuvée besteht, oder wie der Wein ausgebaut ist. Es folgten immer mal wieder einige kleine Grüppchen, so dass ich den ganzen Tag gut beschäftigt war. Mit jeder Gruppe von Verkostern lernte auch ich wieder eine kleine Information zu jeden Wein, sodass ich nun nach 2 Tagen schon Einiges gelernt hab. Und mich freue auf die kommenden Tage und Wochen!

Da bin ich nun also, mitten im Burgenland, direkt am Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel. An meinem ersten freien Tag hab ich mit dem Rad erstmal die Gegend erkundet. Nach 5 Minuten war ich mitten im Nationalpark, hatte unendlich weite, schöne Ausblicke, habe Büffel (kann das sein?), Kühe und Pferde (ja, da bin ich sicher) und unzählige verschiedene Vogelarten gesehen. Plan für die nächsten freien Tage: kiten lernen! Perfekte Bedingungen hier am Neusiedler See und außerdem schon ein lang gehegter Traum von mir.

Na dann mal los!

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